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         Simon van Parys
      Theater - Musik

 

 

Musikalisches Theater

Die starke Verbindung von Theater und Musik zieht sich als roter Faden durch die künstlerische Entwicklung von Simon van Parys. Angefangen bei „Herbert, Horst und Heinz“ und den „Genialen Kannibalen“, wo Bühnenfiguren zum tragenden Element eines musikalischen Programms wurden, bekam die Musik bereits in den ersten  Inszenierungen eine wesentliche, in der Gesamtkonzeption verankerte Rolle. Musik soll nie nur Verzierung sein, sondern immer ein konkretes Erzählen im Rahmen des Stückes. In „Hotel Kriminell“ (Gerhart Hauptmann Theater Zittau 2001) wird eine selbst entwickelte Krimi-Erzählung ausschließlich mit einer Auswahl an Liedern, von Rocksong über Schlager bis zur Opernarie, erzählt.

Die Musik kann aber auch ein Raum sein, in dem das Geschehen sich entfaltet. Bei den Märchenproduktionen „Mary“ (Musik: David Adler), „Die Schneekönigin“ (Musik: Tobias Rank) und „Tausendundeine Nacht“ (Musik: Pooyan Nassehpoor) wurde jeweils ein komponierender Musiker zum festen Bestandteil der Vorstellung. Der Musiker entwickelte im Probenprozess die Musik zum Stück und spielte diese dann – als Person in die Erzählung eingebettet – live während der Vorstellung auf der Bühne.

Zwei Begegnungen waren sehr wesentlich für diese Entwicklung: 

Seit 1997 arbeitet Simon van Parys regelmäßig mit dem Komponisten und Theatermusiker Walter Kiesbauer zusammen. Neben der Mitarbeit als Sänger auf dessen beiden Kinder-CDs „Schlaf gut kleine Maus“ und „Die Nordpolflieger“ für die Deutsche Grammophon, war er als Sänger und Darsteller in „Männer“ (Theater Ingolstadt, 2005) und „Herzensbrecher“ (Altstadttheater Ingolstadt, 2007) tätig - Theaterabende, die ausschließlich aus Liedern bestehen. 

1999 hatte Simon van Parys einen kleinen Auftritt in „John Doe – Biography, Poetry, Industry“, einer Theater-Performance des in Berlin lebenden amerikanischen Musikers, Tänzers, Choreografen und Performance-Künstlers  Howard Katz Fireheart. Es folgten Auftritte in „VT – Verschwörungstheorie “ (2003) und  „John Doe – der Verjainer“ (2004), beides kongress-ähnliche Performances, die in ihrer Gesamtheit eher nach musikalischen als nach logisch-inhaltlichen Prinzipien aufgebaut waren. Einen besonderen Platz in der Zusammenarbeit nimmt das im Jahr 2000 entstandene „The Locked Song“ ein. Unter der Regie von Simon van Parys entstand ein Solo-Theaterabend, der eine vollkommene Verstrickung eines Singer-Songwriter- Konzertes mit einer Tanztheater-Performance darstellt.